Mittwoch, 30. Juli 2008

Zurück ans andere Ende der Welt

Über 36 Stunden Reisezeit und unsere Gruppe ist gestern wieder wohlbehalten in Berlin angekommen. Von Cairns, unserem Abflugort, flogen wir über Brisbane, Singapur und Dubai nach Hamburg. Von dort ging es dann per Zug weiter nach Berlin. Total übermüdet gab es am Hauptbahnhof dennoch einen herzlichen Abschied der Gruppe untereinander und ein fröhliches Willkommen durch Eltern und Freunde. Nun müssen die Sachen ausgepackt, die mitgebrachten Geschenke verteilt und die Erfahrungen verstaut werden. Drei Wochen Weltjugendtag mit vielen unterschiedlichen Begegnungen, ausgelassenen Feiern, wunderschönen Naturerlebnissen und einer Erfahrung von Weltkirche sind nun vorüber. Die drei unterschiedlichen Wochen mit den Tagen der Diözesen in Melbourne, den Hauptfeierlichkeiten des Weltjugendtags in Sydney und mit einem touristischen Programm in Cairns und Umgebung werden bei allen in der Gruppe ihre je eigenen Spuren hinterlassen. Nach diesem Megaevent tritt nun wieder der katholische Alltag ein. Der nächste Weltjugendtag ist erst 2011 in Madrid. Ein guter Zeitpunkt um mit dem Spanisch lernen anzufangen!

Sonntag, 27. Juli 2008

Letzter Halt: Trinity Beach

Heute haben wir noch eine letzte Attraktion gesehen, für die Australien bekannt ist: Den Strand und das Meer. Nach einer Bischofsmesse in Cairns’ Kathedrale sind wir mit dem Bus nach Norden an den Strand gefahren. Dort gibt es den typisch weißen Sandstrand und das typisch blaue Meer. Das Wetter war heute eindeutig das Beste der ganzen Woche. Aber da wir uns schon seit drei Wochen auf Sonne, Hitze und UV-Strahlen vorbereiten haben, dürfte keiner von uns einen Sonnenbrand haben. Das war ein gelungener Abschluss für unsere Reise.
Morgen werden wir uns von dreien aus unserer Gruppe verabschieden. Sie bleiben in Australien. Und wir machen uns auf den Heimweg und fliegen in gefühlten zwei Tagen nach Deutschland zurück.

Voegel zum Fruehstuek und Fische zum Mittag


Nach dem einfachen Frühstück im Hostel, führte uns am Samstag unser Reiseführer Michael in einen Vogelpark, wo uns ein reichhaltiges Büffet erwartete. Dort konnten wir mit „Vögeln frühstücken“. Sie kamen bis an die Teller, pickten Brote und tranken Saft.

Anschließend wurden wir von Aboriginals durch den Regenwald geführt. Sie haben uns die Natur und ihre Lebensweisen erklärt.

Nach einem Mittag mit Baramundi-Fisch und lokalen Obstsorten sind wir mit einem Boot auf einem Fluss durch die Mangroven gefahren und sahen Krokodile, Vögel, Schlangen und Fische.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Man muss das einfach mal gesehen haben

Wir sind nun den dritten Tag als richtige Touristen in Australien unterwegs. Das Programm ist straff geplant, so dass oft nicht viel Zeit bleibt, die jeweiligen Attraktionen zu geniessen. Dafuer haben wir natuerlich auch so die Moeglichkeit, mehr zu sehen.
Heute sind wir noch tiefer in den Regenwald gefahren. Eine historische Eisenbahn hat uns in die Berge gebracht. Auf dem Weg konnten wir die Natur und einen grossen Wasserfall bewundern. Am Ziel angekommen, haben wir einen Tierpark besucht. Dort gab es wieder Koalas, Krokodile und Schlangen zum Anschauen und Kaenguruhs zum Anfassen und Fuettern. Nach dem typisch australischen Mittagessen, es gab Pie (Blaetterteig gefuellt mit Fleisch), sind wir mit einer Seilbahn zuerueck ins Tal gefahren. Mit der Gondel konnten wir ueber dem Regenwald schweben. So hatten wir einen eindrucksvollen Blick auf die Baeume, die das dach den Regenwaldes bilden. Alle Pflanzen in wenigen Saetzen zu beschreiben, ist einfach unmoeglich. Man muss das einfach mal gesehen haben.

Dschungeltour


Heute machten wir uns auf den Weg zu einem langen und anstrengenden Touristenprogramm.
Unser erster Stopp war am Lake Barrine. Wir machten eine Schifffahrt an dem Ufer des bewachsenen Sees entlang. Eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt! Der See befindet sich über einem Vulkankrater, mit einer Tiefe von ca. 68 Metern. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen ging es weiter zum Curtain Fig Tree. Eine Baumart, die sich um andere Bäume schlingt und diese als Wirt „verwendet“. Am meisten faszinierten uns die Ausmaße, die dieser Baum erreichen kann. Am dritten Besichtigungspunkt schauten wir uns die Millaa Millaa Wasserfälle (was zu Deutsch so viel bedeutet, wie „viel Wasser“) an: unberührte Natur und Klänge, wie man sie sonst nur von einer Entspannungs- CD kennt. Wir nutzten diesen schönen Moment und wunderbaren Hintergrund als Motiv für unser Gruppenfoto. Es lagen zwei weitere Stopps auf unserem Weg: Der Paronella Park war eine Reise in eine Welt voll Schlösser und liebevoll angelegter Gartenanlagen. Einst war es der Traum eines Mannes in der Nähe eines Wasserfalles ein Schloss zu bauen, welcher durch viel Engagement wahr geworden ist. Unsere Führung durch den Park war eine sanfte Berührung für Körper und Geist.

Unser letzter Tourstopp führte uns zu einem Nationalpark im Regenwaldgebiet: Schlingpflanzen und atemberaubende Steinschluchten öffneten sich vor unseren Augen, wie in einem noch nie zuvor entdeckten Paradies. Am frühen Abend endete unsere Tour mit vielen neuen Eindrücken, die erst einmal verarbeitet werden müssen…


Mittwoch, 23. Juli 2008

Wellen, Wind und ein bisschen Naturwunder

Wir stehen am Bug, die Wellen gehen zirka sieben Meter und das Schiff auch. Gegen die Übelkeit gibt es Ingwertabletten, aber die helfen nicht allen. Wir sind auf dem Weg zum Great Barrier Reef, ein Nationalpark über und unter Wasser. Durch die Scheiben im Kiel eines kleineren Bootes haben wir Fische und Korallen gesehen. Mit dem Wassertaxi wurden wir auf eine Insel gebracht. Von dort sind wir mit Schnorchel und Taucherbrille getaucht und konnten zu den Korallen selber schwimmen. Zwischendrin waren immer wieder kleine und größere Fischschwärme. Das Wetter war sehr wechselhaft. Es gab Sonne und Wind, Regen und Sturm. Da werden wir heute wohl im Bett noch ein bisschen schaukeln und vom Tauchen träumen.

Ab in den Norden

Gestern sind wir zu dem letzten Teil unserer Reise aufgebrochen. Ein Flugzeug von Virgin Blue Airlines hat uns vom Sydney nach Cairns gebracht. Im Gegensatz zu Emirates Airlines gab es hier die Verpflegung nur zu entsprechenden Preisen und Filme gegen Gebühr.

In Cairns angekommen haben wir natürlich erst die Zimmer im typisch australischen Hostel-Stil (klein und einfach) und die Umgebung (Esplanade, City, Einkaufsmöglichkeiten) erforscht.

Als nach dem Abendessen die wöchentliche Weihnachtsfeier für jugendliche Touristen, nicht für uns, ins nächste Hostel weiter zog, zogen wir in unsere Betten.

Dienstag, 22. Juli 2008

Von den blauen Bergen kommen wir…

Tag eins nach dem Weltjugendtag und das Programm ist weiterhin straff organisiert. Gestern Morgen wurden wir um 8.30 Uhr von unserem College per Bus abgeholt. Alle unsere Sachen mussten wir mitnehmen, da wir dorthin nicht mehr zurückkehren würden. Wieder eine neue Etappe liegt vor uns. Nun beginnt das touristische Programm. Der Reisebus brachte uns zunächst zu einem Wildlifepark. Ausschließlich einheimische Tiere Australiens konnten bestaunt werden: Känguru, Koala, Krokodil, Dingo, Emu, verschiedene Vogelarten und noch viele mehr. Einige konnten sogar gestreichelt werden.
Der Ausflug setzte sich fort zu den ‚Blue Mountains’, einem Gebirgszug ca. 90 km vom Zentrum von Sydney entfernt. Der Name kommt von den ölhaltigen Ausdünstungen der Eukalyptus-Bäume, wenn diese von der Sonne beschienen werden. Dann scheint die Luft von der Lichtbrechung bläulich zu schimmern.
Mit mehreren Seilbahnen verschafften wir uns einen Überblick über die wunderschöne Landschaft. Wir sind an die ‚Drei Schwestern’ geführt worden, einer aus drei Säulen bestehenden Sandsteinformation. Auf der Rücktour nach Sydney brachte uns ein kurzer Halt zum Gelände der Olympiade von 2000.




Sonntag, 20. Juli 2008

Heilige Nacht

Schwer beladen mit unseren Rucksaecken und vielen Eindruecken sind wir um 17.00 Uhr Ortszeit nach der Abschlussmesse wieder in unserem Quartier angekommen. "Holy Night" titelte eine Zeitung ueber die Vigil mit dem Papst am Vorabend. Heilig war es, aber nicht still. Lautstark wurde der Papst von den rund 200.000 Pilgern empfangen. Ueberall wehten die Fahnen der unterschiedlichsten Nationen. Auch wir schwenkten unsere deutsche Fahne. Kleinere Gruppen sangen und tanzten bis spaet in die Nacht und darueber hinaus.
Am morgen waren alle durchgefroren, aber halbwegs ausgeschlafen. Der Weg zum sonntaeglichen Gottesdienst war auch nicht so weit. Die Messe war sehr eindrucksvoll. 24 junge Erwachsene wurden vom Papst gefirmt. Die Aboriginals gestalteten die Messe mit ihren stammesueblichen Gesaengen und Taenzen mit. Am Ende wurde vom Papst der Ort des naechsten Weltjugendtages bekannt gegeben. Das ist fuer uns Berliner dann auch etwas naeher. Auf Madrid hatten auch fuenf aus unserer Gruppe getippt.

Freitag, 18. Juli 2008

Der Kreuzweg

In den letzten Tagen gestaltete sich unser Tagesablauf wie folgt: vormittags Katechese und nach dem Mittag Stadterkundung und lokale Veranstaltungen. Gestern fand der grosse Kreuzweg statt. Von Schauspielern wurden die einzelnen Stationen des Leidens Jesu dargestellt und von Moderatoren teilweise kommentiert und ins Heute uebertragen. Die Schauspieler sind dabei von der Kathedrale quer durch die Stadt gelaufen und waren auch eine Strecke auf dem Boot unterwegs. Alle Pilger sahen an verschieden Stationen die Darstellung auf Grossbildleinwaenden. Wir konnten den Kreuzweg vom Opernplatz aus beobachten. Eine eindrucksvolle und beruehrende Darbietung.
Heute gehen wir zum Randwick Racecource, auf dem die Abschlussgottesdienste stattfinden. Am Abend die Vigil und am Sonntag morgen die Messe mit dem Papst. In Australien ist gerade Winter ist und fuer die Nacht 10 Grad Celsius angesagt. Wir werden uns wohl warm anziehen muessen.